Donnerstag, 11. Februar 2016

Schinus terebinthifolius

= Brasilianischer Pfefferbaum für Juttas DND-Tag:


Gerade reifen sie zum zweiten Mal innerhalb der letzten drei Monate und sind noch nicht richtig rot.
Auf kleine, weißliche Blüten folgen rote, lang haltbare Beeren, die in dichten Trauben hängen und gerne auch als Weihnachtsschmuck verwendet werden. Ich mache das auch jedes Jahr zur Weihnachtszeit, da sie genau zu diesem Zeitpunkt so schön rot leuchten. Daher rührt auch der Zweitname "Weihnachtsbeere" für die immergrünen Sträucher. Das glänzende Laub verströmt einen pfeffrigen Geruch, wenn man es reibt.
Botanisch gesehen ist Rosa Pfeffer/Brasilianischer Pfefferbaum zwar kein familiäres Mitglied der eigentlichen Pfeffergewächse (Piperaceae), sondern gehört zu den Sumachgewächse (Anacardiaceae).
Gleichwohl werden die Beeren als Gewürz häufig genau wie echter Pfeffer eingesetzt. Die Pfefferbeeren des „Schinus terebinthifolius“ (Brasilianischer Pfefferbaum) sind dabei fester Bestandteil vieler Rezepte. Aufgrund seines milden, leicht süßen Aromas können sie bei Fleisch, Geflügel und Fisch verwendet werden. Selbst bei Desserts und Nachspeisen mit dem "besonderen Etwas" wird gerne auf Rosa Pfeffer zurückgegriffen.

In den USA ist die 1840 als Zierpflanze nach Florida importierte Art unerwünscht, da sie verwildert und natürliche Pflanzengemeinschaften überwächst.
Ganz so harmlos ist der Brasilianischer Pfefferbaum also nicht. Schnelles Wachstum und die unter passenden klimatischen Bedingungen ausgeprägte Robustheit haben die Pflanze in vielen Regionen der Erde zu einem unerwünschten Unkraut gemacht.
Die großen Probleme mit dem Pfefferbaum gibt es in Florida schon seit Ende des 19. Jahrhunderts.
Speziell in den Sumpfgebieten der Everglades sind Einfuhr und Besitz deshalb seit ca. 1980/81 strikt untersagt und können sogar strafrechtlich geahndet werden können. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich diese Pflanze zu einer wahrhaften Plage entwickelt und wird dort unter Einsatz hoher finanzieller Mittel konsequent bekämpft.

Mir kommt das immer vor, wie der berühmte Kampf gegen Windmühlen, denn allein rundherum um unser Grundstück gibt es unzählige Pfefferbäume. Überall schießen "Setzlinge" aus der Erde, da sich dieser Baum/Strauch ohne großes Dazutun ganz von selbst vermehrt und sozusagen im Eiltempo wächst und ich muss zugeben, dass es sogar recht schön aussieht. Es gibt das Gerücht, dass frische Beeren einst von einem Kleinflugzeug aus einfach übers Land verstreut wurden.
Bei Vögeln uns Eichhörnchen sind die Früchte des Pfefferbaumes sehr beliebt. Es ist immer viel "Leben" in den Baumkronen - des einen Leid, des anderen Freud.

Heut ist ein wolkenloser Tag. Eigentlich wollte ich mit dem Ablichten der Pfefferbäume noch ein wenig warten, bis sie vollkommen rot sind. Aber der Anblick vor diesem wunderschönen wolkenlos blauen Himmel hat mir so gut gefallen, dass ich die Fotos heute einfach machen "musste".

Mit strahlenden Grüßen
ZamJu

Kommentare:

  1. Hallo,
    den kannte ich auch nicht, das ist mal interessant und habe gleich mal bei
    Googel geschaut.

    Habe ich noch nie gesehen, vielen Dank.

    Die Aufnahmen mit dem Himmel sind aber auch ganz ganz toll.
    Lieben Gruß Eva

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  2. Mit dem "Überwildern" ist das so eine Sache.....hier gibt es auch einige Pflanzen, die früher "importiert" worden sind und die hiezige Pflanzenwelt nun überwachsen, sie machen alles platt....aber wenn sie denn den Eichhörnchen als Futterquelle dienen, so ist das ja noch etwas Gutes....und ein Farbtupfer sind sie allemal.....
    LG, Ophelia

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  3. So isses immer, mitgebracht werden sie dann doch "lästig", kenne ich auch von hier zu gut. Die Art habe ich bis dato hier "nur" in einigen botanischen Gärten gesehen, und da werden sie immer brav zurechtgestutzt.

    Ein toller Beitrag, sehr interessant und danke dir.

    Liebe Grüssle

    N☼va

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  4. Hallo ZamJu,
    wie interessant, diesen Strauch/Baum kannte ich noch gar nicht. Erstaunlich, immer wächst das herrlich drauflos, was wir nicht so mögen. Ich denke aber, wenn es genügend Tiere gibt, die sich daran gütlich tun, ist es doch zu etwas nutze.
    Angenehmen Freitag und liebe Grüße
    moni

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